Knochen und Faszien – Aktuell



Jüngere Forschungen u. a. aus der Osteoimmunologie und Endokrinologie rücken das Knochen- und Fasziengewebe als ein vernetztes System zunehmend in den Mittelpunkt der osteopathischen Diagnostik und Behandlung. Inzwischen wissen wir, dass Knochen und Faszien weit mehr als passive Strukturen sind.
Vielmehr sind sie:
immunologisch aktiv
hormonell eingebunden
neurologisch hochvernetzt
mechanisch regulierend

Das knöcherne System – Regulationsorgan mit Systemfunktion


Der Knochen wird heute nicht mehr allein mechanisch als statisches Stützorgan betrachtet. Forschungen aus der Osteoimmunologie, Neurobiologie und Endokrinologie deuten darauf hin, dass das Knochengewebe
mit seinem Knochenmark ein zentrales Organ des Immunsystems ist.
Hormone produziert und Stoffwechselprozesse beeinflusst.
relevant für die Schmerzverarbeitung ist.
einen Einfluss auf die Gesundheit des Gefäßsystems hat.

Das fasziale System – verbindendes Netzwerk des Körpers


Faszien werden heute als hochinnerviertes, stoffwechselaktives Netzwerk verstanden:
Sie enthalten zahlreiche Rezeptoren für Schmerz- und Körperwahrnehmung.
Sie übertragen Kräfte zwischen Muskeln, Gelenken und Organen.
Faszienzellen reagieren auf mechanische, hormonelle und immunologische Reize.
Veränderungen im faszialen Gewebe beeinflussen Bewegungskoordination und Spannungsregulation.
Das Fasziensystem verbindet somit mechanische Funktion mit neurologischer und vegetativer Regulation.

 
Physiotherapeutin und Heilpraktikerin

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